Ein Blick in die Zukunft

Jubiläen eignen sich hervorragend, um zurückzublicken und Bilanz zu ziehen. Richtig wertvoll wird diese Arbeit dann, wenn man die dabei gewonnenen Erkenntnisse für den weiteren Weg nutzt. Wir werfen gemeinsam mit dem aktuellen Aufsichtsratsvorsitzenden Walter Veit einen Blick auf jene Themenfelder, die derzeit unter Beobachtung stehen und für die es bald neue Lösungen geben wird.
Walter Veit, Hotelier in Obertauern und Aufsichtsratsvorsitzender der hogast
Walter Veit, hogast-Aufsichtsratsvorsitzender

Ein Megathema wird die Mobilität. Auf Hotellerie und Gastronomie kommen unweigerlich Veränderungen zu, wenn immer weniger Privatfahrzeuge zur Verfügung stehen, viele Gäste keinen Führerschein mehr haben oder sich neue Antriebsarten durchsetzen. „Eine Frage ist etwa, wie wir unsere Gäste zum Urlaub oder Restaurantbesuch bis ins hinterste Gebirgstal bringen und wie wir sie vor Ort mobil halten“, sagt Walter Veit. Die hogast könne dabei auf verschiedenen Wegen tätig werden, von kostensparenden gemeinsamen Transferdiensten über ein E-Tankstellen-Netz bis hin zur Kooperation mit großen Technologiekonzernen sei vieles denkbar, was die Mitgliedsbetriebe allein unmöglich leisten können. Für die Unternehmen selbst ist die Umstellung des Fuhrparks ein wichtiger Aspekt: Die hogast kann dafür sorgen, dass zukunftsträchtige Modelle früher rentabel werden.

Absehbar ist auch, dass Ökologie und Nachhaltigkeit als Entscheidungskriterien für Gäste noch wichtiger werden. „Die hogast hat dafür jetzt schon eine Fülle an Angeboten für unsere individuellen Ansatzpunkte“, so Walter Veit. Es sei aber wichtig, noch mehr und noch bessere Lösungen zu finden, die sich noch schneller rentieren. Ganzheitlich gedacht, zählt auch Barrierefreiheit zur Nachhaltigkeit, dafür brauche es ebenso Expertise.

In der Vermarktung hat die hogast mit dem Tourismusportal „We are Austria“ bereits einen ersten Schritt getan. „Das Ziel ist klar: Direktbuchungen. Alles, was uns unabhängiger von Vermittlern und deren Provisionen macht, ist zu begrüßen. Die Hotellerie muss wieder die Preishoheit bekommen“, sagt sagt Veit. Moderne Kommunikationsformen und -wege dürfe man dabei nicht außer Acht lassen, aber das erfordert auch entsprechendes Know-how in den Betrieben. Gemeinsam könne man von der Schulung bis hin zur Reichweite deutlich mehr erreichen, und das zu besseren Preisen.

Hase
Wohin läuft der Hase?

Mehr als nur relevant für den Geschäftserfolg sind qualifizierte Fachkräfte. Die hogast unterstützt die Mitglieder seit vielen Jahren mit Personaldienstleistungen und Walter Veit erwartet nicht, dass es einfacher wird: „Wir werden auf mehrere Pferde setzen müssen. Im Inland geht es darum, der Branche mit Schüler- und Lehrlingskampagnen die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen, im Ausland spielt die frühzeitige Sprachvermittlung die Hauptrolle.“ Mit der neuen Online-Sprachschule testet die hogast bereits einen effizienten Weg dafür.

Nicht zuletzt wird die Finanzierung weiterhin ein wichtiges Betätigungsfeld bleiben. Neben den bestehenden Beratungs- und Service-Angeboten könne die hogast weitere Wege schaffen, um den Mitgliedern zu den nötigen Mitteln zu verhelfen. „Wir haben alle Stammgäste, denen wir mit den entsprechenden Rahmenbedingungen über Crowdfunding eine genussvolle und erholsame Rendite verschaffen könnten“, so Walter Veit. Er will sich auch dafür einsetzen, dass Banken laufend Tourismusfonds auflegen, über die man in hogast-Betriebe investieren kann – die breite Risikostreuung bringt Anlegern Sicherheit.

Es ist die Stärke der hogast, frühzeitig Lösungen zu liefern, wann immer die Gemeinschaft Herausforderungen besser meistern kann als einzelne Betriebe.
Walter Veit, Hotelier in Obertauern und AR-Vorsitzender der hogast