"Wir sind mit der hogast gewachsen"

"Bua, hast jetzt Gehirnferien?“ So lautete der wenig begeisterte Kommentar seines Vaters, als der junge Peter Morandell vor 40 Jahren beschloss, Geschäftsbeziehungen mit der eben erst ins Leben gerufenen hogast zu knüpfen. Im Rückblick erwies sich die Entscheidung als goldrichtig und von großer Tragweite für den nachhaltigen Erfolg des bedeutenden österreichischen Handelsunternehmens für Getränke.
Peter Morandell, Geschäftsführer Morandell International GmbH
Peter Morandell

Als einer der ersten Lieferpartner der 1972 gegründeten ERFA-Gruppe Oberösterreich – der winzigen Urzelle der heute rund 2.600 Mitglieder umfassenden Einkaufsgenossenschaft – hat Peter Morandell Initialzündung, Durchbruch und Entwicklung der hogast aus nächster Nähe miterlebt. Bei anfänglichen Verhandlungen mit dem ersten Geschäftsführer Dr. Leopold Grafinger im Hotel Pitter in Salzburg gab das Gefühl finanzieller Sicherheit den Ausschlag: „Ich war Feuer und Flamme, einen Partner zu haben, bei dem ich nicht um unser Geld bangen musste.“

Das seit 1926 bestehende Weinhandelshaus Morandell war 1949 in das internationale Exportgeschäft mit Wein aus Österreich eingestiegen – ein unternehmerisch bedeutender Schritt, der für die Firma im Gegenzug vom Landwirtschaftsministerium genehmigte Importkontingente eröffnete und damit „einen lebenswichtigen Ast des Weinhandels“ stärkte. Weine aus Südtirol, Italien, Frankreich, Spanien und Ungarn wurden bei Morandell in Flaschen abgefüllt. Die Gastronomie und auch der Lebensmittelhandel konnten daher mit guten und preiswerten Weinen beliefert werden.

Die einschneidende Zäsur des Glykol-Wein-Skandals 1985 veränderte die Situation drastisch, der Export österreichischer Weine kam nahezu zum Erliegen. Als im Zuge der Neuordnung und Erholung Konzerne wie SPAR, REWE oder MEINL eigene Kellereien zu betreiben begannen, schrumpfte auch der Bereich der Importabfüllung bei Morandell empfindlich. KR Morandell erinnert sich: „Es gab für uns nur eine Chance zu überleben – auf die Gastronomie zu fokussieren. Dafür war die expandierende hogast genau der gewünschte Partner.“ Rückblickend muss man sich vergegenwärtigen, dass der Österreich-Tourismus seit den 1970er-Jahren boomte und in manchen Bundesländern 15 bis 20 Hotels pro Jahr neu eröffnet wurden.

Die Zusammenarbeit intensivierte sich, der Plan ging auf. Heute beschäftigt Morandell an die 200 Mitarbeiter, ist bundesweit mit Depots in Imst, Eugendorf, Lendorf bei Spittal, Graz, Teufenbach und Schwechat vertreten und unterhält einen entsprechenden Fuhrpark. Auch die hogast wuchs kräftig: Peter Morandell konnte über die Jahre beobachten, welche Betriebe sich anschlossen, und berichtet von „vielen treuen Familien, die zu hundert Prozent hinter der hogast stehen“. Früher stach einem in den Entrees von Hotels und Restaurants immer wieder ein rot-weiß-rotes Plakat ins Auge: „Wir kaufen nur bei hogast-Lieferanten.“ Es lag in der Natur der Sache, dass sich alle bedeutenden Gastro-Lieferanten bemühten, zukünftige Lieferungen über die hogast abzuwickeln.

Über die Jahrzehnte ist Morandell zu einer wichtigen Säule des Konzepts hogast geworden und wirkt als Komplettanbieter auf dem Getränkesektor – neben dem umfangreichen Weinsortiment kann ein hogast-Mitglied auch Spirituosen aller Art, Biere österreichischer und internationaler Brauereien, Fruchtsäfte sowie bedeutende Mineralwassermarken aus dem In- und Ausland beziehen.

Ein hogast-Kunde hat bei uns Priorität.
Peter Morandell, Geschäftsführer Morandell International GmbH